Wird die Probezeit für einen Arbeitnehmer bezahlt?
Erfahren Sie, ob die Probezeit bezahlt wird, welche Regeln bei Festanstellung und befristetem Vertrag gelten und welche Pflichten der Arbeitgeber hat.
Ist die Probezeit verpflichtend?
Die Probezeit ist eine Übergangsphase zu Beginn des Arbeitsvertrags. Aber stellt man wirklich die richtige Frage, wenn man fragt, ob sie verpflichtend ist? In Wirklichkeit erlaubt das Gesetz den Arbeitgebern, eine Probezeit vorzusehen, ohne sie systematisch vorzuschreiben. Diese Flexibilität ermöglicht es dem Unternehmen, die Kompetenzen des Arbeitnehmers zu testen, bevor es seine endgültige Einstellung bestätigt.
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Wenn sich der Arbeitgeber jedoch für eine Probezeit entscheidet, muss er strenge Regeln einhalten. Der Arbeitsvertrag muss sie ausdrücklich vorsehen. Fehlt die Erwähnung im Vertrag, existiert keine Probezeit, selbst wenn sich der Arbeitnehmer in der Einarbeitungsphase auf seiner Stelle befindet.
Was ist der Unterschied zwischen Probezeit und Arbeitsprobe?
Sie haben vielleicht von der Arbeitsprobe gehört: Dieser Begriff unterscheidet sich deutlich von der Probezeit. Die Arbeitsprobe findet vor der Vertragsunterzeichnung statt. Der Kandidat testet seine Fähigkeiten und bewertet, ob die Stelle zu ihm passt, oft über eine kurze Dauer.
Die Probezeit erfolgt nach der Vertragsunterzeichnung. Sie bindet den Arbeitnehmer und den Arbeitgeber, wenn auch mit erleichterten Kündigungsbedingungen. Diese Unterscheidung ist wichtig, um Ihre jeweiligen Rechte und Pflichten zu verstehen.
Welche Vertragsarten sehen eine Probezeit vor?
Probezeit bei Festanstellung: die allgemeine Regel
Der unbefristete Vertrag (CDI) ist die Vertragsart, bei der die Probezeit am häufigsten angewendet wird. Der Arbeitgeber kann eine Probezeit vorschlagen, um die Kompetenzen und die Eignung des Kandidaten für die Stelle zu bewerten. Diese Phase ermöglicht es dem Unternehmen, zu prüfen, ob der Arbeitnehmer den bei der Einstellung definierten Erwartungen entspricht.
Probezeit bei befristetem Vertrag: spezifische Fälle
Der befristete Vertrag (CDD) kann ebenfalls eine Probezeit enthalten. Ihre Dauer ist jedoch in der Regel kürzer als bei der Festanstellung, da der Vertrag selbst bereits ein definiertes Ende hat. Der Arbeitgeber muss diese Zeit ab der Unterzeichnung im Vertrag vorsehen.
Probezeit bei Zeitarbeit und befristeten Einsätzen
Zeitarbeitsverträge und Interimseinsätze können mit einer Probezeit verbunden sein. Diese findet beim Einsatzunternehmen statt. Die Frist bleibt kurz und ermöglicht eine schnelle Bewertung des Zeitarbeitnehmers.
Probezeit in der Ausbildung und im Professionalisierungsvertrag
Die Ausbildung und der Professionalisierungsvertrag können Probezeiten vorsehen, jedoch mit spezifischen Regeln. Insbesondere für die Ausbildung regelt das Gesetz diese Anfangsphase streng. Der Vertrag muss die Dauer und die Bewertungsbedingungen des Auszubildenden festlegen.
Wird die Probezeit für einen Arbeitnehmer bezahlt?
Das ist die zentrale Frage, die sich viele Arbeitnehmer und Recruiter stellen. Die Antwort ist eindeutig: Ja, die Probezeit wird bezahlt. Ein Arbeitnehmer in der Probezeit ist kein Praktikant. Er hat einen Arbeitsvertrag und muss für die geleistete Arbeit eine Vergütung erhalten.
Das während der Probezeit gezahlte Gehalt darf nicht unter dem im Arbeitsvertrag vereinbarten Gehalt liegen. Manche Arbeitgeber machen den Fehler, in der Probezeit ein reduziertes Gehalt anzubieten: Diese Praxis ist illegal. Der Arbeitnehmer muss vom ersten Tag an seine volle Vergütung erhalten.
Vergütung und Sozialabgaben: die Pflichten
Während der Probezeit muss der Arbeitgeber den Arbeitnehmer bei den Sozialversicherungsträgern anmelden. Die Voranmeldung zur Einstellung (DPAE) erfolgt vor Arbeitsbeginn. Die Sozialabgaben und Versicherungen funktionieren normal: Es gibt keine Ausnahme während dieser Phase.
Der Arbeitnehmer zahlt in die Krankenversicherung und die Renten ein und genießt den vollständigen Sozialschutz. Kann man in der Probezeit ohne Sozialabgaben sein? Nein, das ist unmöglich. Die Vergütung zieht automatisch die Sozialabgaben nach sich.
Kann man je nach Vertragsart unterschiedlich vergütet werden?
Die Vergütung hängt von der Vertragsart ab, aber nicht von der Existenz einer Probezeit. Ein Arbeitnehmer im befristeten Vertrag erhält ein seinem Vertrag entsprechendes Gehalt. Ein Auszubildender oder ein Arbeitnehmer im Professionalisierungsvertrag erhält eine Vergütung, die nach der für diese Ausbildungsart geltenden Regelung festgelegt ist.
| Vertragsart | Vergütung in der Probezeit | Sozialabgaben |
|---|---|---|
| Festanstellung (CDI) | 100 % des vereinbarten Gehalts | Allgemeines System |
| Befristeter Vertrag (CDD) | 100 % des vereinbarten Gehalts | Allgemeines System |
| Zeitarbeit | SMIC + gesetzliche Zulagen | Allgemeines System |
| Ausbildung | % des SMIC je nach Jahr | Spezifisches System |
| Professionalisierungsvertrag | % des SMIC oder Branchengehalt | Spezifisches System |
Wie lange dauert die Probezeit?
Die Dauer variiert je nach Vertragsart und Qualifikation des Arbeitnehmers. Warum diese Variation? Weil das Gesetz anerkennt, dass das Testen der Kompetenzen je nach Komplexität der Stelle und erwartetem Qualifikationsniveau eine unterschiedliche Frist erfordert.
Dauer bei Festanstellung je nach Funktion
- Arbeiter oder Angestellter: maximal 2 Monate
- Techniker oder Meister: maximal 3 Monate
- Führungskraft: maximal 4 Monate
- Handelsvertreter (VRP): maximal 3 Monate
Diese Dauern verstehen sich gegebenenfalls nach Verlängerung. Was geschieht, wenn der Vertrag eine nicht verlängerbare Probezeit vorsieht? Sie unterliegt denselben Höchstgrenzen.
Dauer bei befristetem Vertrag und Zeitverträgen
Beim befristeten Vertrag dauert die Probezeit proportional kürzer. In der Regel 1 Tag pro Vertragswoche, ohne 2 Wochen zu überschreiten. Warum dieser Unterschied? Weil der befristete Vertrag bereits ein definiertes Ende hat; der Arbeitgeber verfügt über eine geschäftliche oder produktive Planbarkeit.
Dauer in der Ausbildung und im Professionalisierungsvertrag
Die Ausbildung enthält eine maximale Probezeit von einem Monat. Der Professionalisierungsvertrag kann eine enthalten, mit in der Regel kurzer Dauer. Diese Ausbildungen erfordern eine schnelle Bewertung der Anpassung des Kandidaten an den Bildungsgang und das Unternehmen.
Die Verlängerung: eine zu regelnde Gelegenheit
Kann man die Probezeit verlängern?
Ja, aber nur, wenn der Arbeitsvertrag dies ausdrücklich vorsieht. Der Vertrag muss sowohl die anfängliche Dauer als auch die Verlängerungsbedingungen erwähnen. Eine Verlängerung ohne vertragliche Erwähnung ist nichtig.
Wie oft kann man verlängern? Das Gesetz erlaubt eine Verlängerung, die die Gesamtdauer auf die oben genannten Höchstgrenzen bringt. Zum Beispiel können Sie bei einer Führungskraft in Festanstellung 2 Monate + 2 Monate Verlängerung = maximal 4 Monate haben.
Erwähnung der Verlängerung im Vertrag
Diese Erwähnung muss klar und präzise sein. Der Arbeitnehmer muss ab der Unterzeichnung die genauen Verlängerungsbedingungen kennen: Ankündigungsfrist, Bewertungskriterien, zusätzliche Dauer. Fehlt die Erwähnung, ist die Verlängerung unmöglich.
Wie kündigt man eine Probezeit?
Kündigung auf Initiative des Arbeitgebers
Der Arbeitgeber kann die Probezeit ohne Grund und ohne rechtliche Begründung beenden. Er muss jedoch eine Ankündigungsfrist einhalten. Welche Frist? Das hängt von der verstrichenen Dauer ab:
- Weniger als 8 Tage: keine verpflichtende Ankündigungsfrist
- Von 8 Tagen bis unter 1 Monat: 48 Stunden Ankündigungsfrist
- 1 Monat oder mehr: 7 Tage Ankündigungsfrist (außer bei günstigerem Tarifvertrag)
Die Frist läuft ab der Mitteilung der Beendigung. Der Arbeitgeber teilt dem Arbeitnehmer dies in der Regel per Brief oder E-Mail mit.
Kündigung auf Initiative des Arbeitnehmers
Auch der Arbeitnehmer kann seinen Vertrag während der Probezeit beenden. Die geltende Ankündigungsfrist ist dieselbe wie für den Arbeitgeber. Bestimmte Tarifverträge schreiben andere Fristen vor; sie gelten dann vorrangig.
Beendigung der Festanstellung während der Probezeit
Eine Festanstellung in der Probezeit lässt sich leichter beenden als nach der Bestätigung. Es ist kein tatsächlicher und ernsthafter Grund erforderlich. Die Beendigung eröffnet keinen Anspruch auf eine Kündigungsabfindung. Der Arbeitnehmer kann jedoch andere Ansprüche geltend machen, insbesondere die Abgeltung nicht genommener bezahlter Urlaubstage.
Beendigung des befristeten Vertrags während der Probezeit
Der befristete Vertrag mit Probezeit kann vor dem Ende dieser Phase beendet werden. Die Beendigung führt zum Vertragsende. Der Arbeitgeber muss die geltende Ankündigungsfrist einhalten. Der Arbeitnehmer erhält die bis zum Enddatum geschuldeten Beträge.
Grund der Beendigung: Gibt es Einschränkungen?
Die Beendigung einer Probezeit darf nicht aus einem diskriminierenden Grund erfolgen. Der Arbeitgeber darf nicht wegen der Herkunft, der Religion, der Behinderung, der politischen oder gewerkschaftlichen Überzeugung des Arbeitnehmers kündigen. Diese Gründe machen die Beendigung nichtig und eröffnen Anspruch auf Schadensersatz.
Geschützter Arbeitnehmer: Sonderfall
Bestimmte Arbeitnehmer genießen einen verstärkten Schutz: Gewerkschaftsvertreter, Personalvertreter, Beauftragte für Gesundheit und Sicherheit. Der Arbeitgeber darf ihre Probezeit nicht ohne vorherige Genehmigung des Arbeitsinspektors beenden. Dieser Schutz verhindert Vergeltungsmaßnahmen gegen gewerkschaftliches Engagement oder die Meldung von Risiken.
Was geschieht am Ende der Probezeit?
Bestätigung des Vertrags: die Regel
Endet die Probezeit ohne Beendigung, wird der Vertrag endgültig. Der Arbeitnehmer erwirbt dann alle mit seinem Vertrag verbundenen Rechte: Kündigungsabfindung bei späterer Beendigung, längere Kündigungsfristen, Schutz vor missbräuchlicher Kündigung.
Für diese Bestätigung ist keine Formalität erforderlich. Sie erfolgt von Rechts wegen mit Ablauf der Frist. Der Arbeitgeber kann dem Arbeitnehmer jedoch einen Brief senden, um diesen Schritt zu formalisieren.
Vorgehensweise am Ende der Probezeit
- Prüfen, ob die Zeit vertragsgemäß verlaufen ist
- Das Abschlussgespräch zur Bewertung der Kompetenzen des Arbeitnehmers durchführen
- Die Entscheidung über Bestätigung oder Beendigung dokumentieren
- Bei Beendigung schriftlich formalisieren (Brief oder E-Mail)
- Die geschuldeten Gehälter, Zulagen und bezahlten Urlaube auszahlen
- Die administrativen und technischen Unterlagen aktualisieren
Abfindung am Ende der Probezeit
Der Arbeitgeber zahlt keine Abfindung am Ende der Probezeit, wenn der Vertrag fortgesetzt wird. Bei Beendigung erhält der Arbeitnehmer nur die geschuldeten Gehälter und die erworbenen bezahlten Urlaube. Für eine Festanstellung oder einen befristeten Vertrag in der Probezeit existiert keine Beendigungsabfindung.
Arbeitslosengeld nach Beendigung der Probezeit
Kann der Arbeitnehmer, dessen Probezeit beendet wird, Arbeitslosengeld beanspruchen? Ja, unter bestimmten Bedingungen. Er muss in den vorangegangenen 12 Monaten mindestens 4 Wochen Beiträge gezahlt haben. Eine Beendigung der Probezeit nach wenigen Tagen erfüllt dieses Kriterium in der Regel nicht.
Eine Beendigung nach mehreren Wochen oder Monaten kann hingegen einen Anspruch auf Arbeitslosengeld eröffnen, wenn der Arbeitnehmer genug gearbeitet hat. Die Arbeitslosenversicherung prüft von Fall zu Fall.
Praktische Umsetzung: zu vermeidende Fehler
Die 3 großen Fehler bei Festanstellung
Erster Fehler: die Erwähnung der Probezeit im Vertrag vergessen. Ohne diese Erwähnung existiert rechtlich keine Probezeit. Der Arbeitnehmer genießt vom ersten Tag an direkt den Schutz der Festanstellung.
Zweiter Fehler: eine Dauer über den gesetzlichen Höchstgrenzen festlegen. Eine Führungskraft mit 5 Monaten Probezeit stellt einen Verstoß dar. Die Überschreitung kann zur Nichtigkeit der Probezeit führen oder Rechtsstreitigkeiten nach sich ziehen.
Dritter Fehler: ein reduziertes Gehalt in der Probezeit anbieten. Die Vergütung muss identisch mit der des Vertrags sein. Weniger zu zahlen setzt den Arbeitgeber Nachzahlungsforderungen und Schadensersatzansprüchen aus.
Neuer Vertrag beim selben Arbeitgeber: Was ist mit der Probezeit?
Kann ein bestätigter Arbeitnehmer, der beim selben Arbeitgeber auf eine neue Stelle wechselt, eine neue Probezeit haben? Ja, wenn die neue Stelle einen erheblichen Unterschied im Niveau oder in der Qualifikation mit sich bringt. Die Praxis verlangt jedoch eine reduzierte Dauer, in der Regel auf wenige Wochen begrenzt.
Entwicklung der Funktionen während der Festanstellung: Ist eine Probezeit nötig?
Eine einfache Entwicklung der Funktionen ohne Qualifikationsänderung rechtfertigt keine neue Probezeit. Eine Beförderung oder eine tiefgreifende Änderung der Aufgabe kann hingegen eine kurze Bewertungsphase rechtfertigen, die vertraglich vorzusehen ist.
Meldung und administrative Pflichten
Der Arbeitgeber muss den Arbeitnehmer vor Arbeitsbeginn über die Voranmeldung zur Einstellung (DPAE) melden. Diese Meldung gilt für die gesamte Vertragsdauer, Probezeit eingeschlossen. Die Existenz einer Probezeit ändert nichts an den Meldepflichten.
Der Arbeitgeber muss außerdem die gesetzlichen Pflichten einhalten: Gehaltszahlung, Sozialabgaben, Einhaltung des Arbeitsgesetzbuchs. Die Probezeit schafft keine Ausnahme von diesen Pflichten.
| Pflicht | In der Probezeit | Nach der Bestätigung |
|---|---|---|
| Zahlung des vereinbarten Gehalts | Ja, verpflichtend | Ja, verpflichtend |
| DPAE-Meldung | Ja, vor der Einstellung | Bereits erfolgt |
| Sozialabgaben | Ja, vollständig | Ja, vollständig |
| Bezahlter Urlaub (Ansammlung) | Ja, 2,5 Tage/Monat | Ja, 2,5 Tage/Monat |
| Einhaltung des Arbeitsgesetzbuchs | Ja, vollständig | Ja, vollständig |
| Kündigungsabfindung bei Beendigung | Nein | Ja |
Praktische Fragen: direkte Antworten
Kann man mehrere Probezeiten beim selben Arbeitgeber ansammeln?
Nein, ein bestätigter Arbeitnehmer kann für einen einfachen Stellenwechsel keine neue vollständige Probezeit haben. Eine kurze Bewertung von einigen Wochen kann jedoch vertraglich eingerichtet werden, wenn die neue Stelle eine bedeutende Einarbeitung rechtfertigt.
3 Std. 45 Min. für einen Probearbeitstag: Müssen sie bezahlt werden?
Ja, jede gearbeitete Stunde oder Teilstunde muss bezahlt werden, auch bei einer Arbeitsprobe oder am ersten Tag. Der Arbeitgeber darf keine „Besuchs-" oder „Empfangs"-Stunden abziehen. Die Anwesenheitszeit ist bezahlte Arbeitszeit.
Die unbezahlte Probezeit: Ist das legal?
Nein, absolut nicht. Jede Probezeit im Rahmen eines Arbeitsvertrags muss bezahlt werden. Das Fehlen einer Vergütung ist ein schwerer Verstoß gegen das Arbeitsrecht und setzt den Arbeitgeber Verfolgungen und der Zahlung erhöhter Gehaltsrückstände aus.
Kann man ohne schriftlichen Vertrag in der Probezeit sein?
Das Gesetz verlangt einen schriftlichen Vertrag für Arbeitsverträge. Das Fehlen eines schriftlichen Vertrags bedeutet nicht das Fehlen eines Arbeitsverhältnisses, schafft aber eine irreguläre Situation. Der Arbeitgeber muss die Probezeit und ihre Bedingungen schriftlich formalisieren.
Was ist der Unterschied zwischen Probezeit und Bewährungszeit?
Diese Begriffe werden oft synonym verwendet, aber in bestimmten Branchen existiert eine Unterscheidung. Die Bewährungszeit bezeichnet manchmal eine längere Bewertungsphase ohne vereinfachte Beendigung. Die Probezeit erlaubt eine Beendigung ohne Grund. Konsultieren Sie Ihren Tarifvertrag für die genauen Definitionen.
Wer darf mit einer Probezeit einstellen?
Alle dem Arbeitsgesetzbuch unterliegenden Arbeitgeber können eine Probezeit einrichten: Privatunternehmen, Arbeitgeber-Vereine, Gebietskörperschaften (territorialer öffentlicher Dienst), öffentliche Einrichtungen. Auch Kleinstunternehmer können für ihre Arbeitnehmer eine Probezeit vorsehen.
Die Regeln variieren leicht je nach Tätigkeitsbereich. Der staatliche öffentliche Dienst und der Krankenhausdienst wenden spezifische Regeln an. Konsultieren Sie die für Ihren Bereich geltenden Texte.
Tarifvertrag: mögliche Abweichungen
Ihr Tarifvertrag kann andere Dauern vorsehen, kürzere oder längere (bis zu den gesetzlichen Höchstgrenzen). Er kann auch zusätzliche Bedingungen vorschreiben: Bewertungsgespräch, präzise Kriterien, schriftliche Mitteilung.
Bei einem Konflikt zwischen Arbeitsvertrag, Tarifvertrag und Gesetz gilt die für den Arbeitnehmer günstigste Regel. Ein Tarifvertrag, der ein höheres Gehalt in der Probezeit vorschreibt, hat Vorrang vor dem gesetzlichen Minimum.